

Eine Vorkriegsgeneration stellt ihre Hybris zur Disposition
In einer vermeintlich freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft bewegen sich drei Frauen durch ein System, das Teilhabe verspricht und zugleich Ausgrenzung produziert. Amineh 1 gilt als beruflich erfolgreich, angepasst an die gesellschaftlichen Erwartungen. Doch ihre Entscheidungen sind von stillen Konzessionen geprägt, die meist unsichtbar bleiben. Amineh 2 ist auf der Flucht vor einem repressiven Regime und findet hier keinen Raum, keine der Hilfen, die ihr zustehen würden. Amineh 3 versucht zwischen äußerer Zuschreibung und innerem Begehren einen eigenen Weg zu finden und scheitert an gewaltvollen Formen von Zensur.
Gemeinsam taumeln sie in einer kafkaesken Welt, in der Regeln behauptet, aber nie erklärt werden – und in der Macht stets zelebriert wird. Ihre Erfahrungen von Verlorensein und Scheitern verdichten sich zu einer weiblichen Perspektive auf ein dysfunktionales Gesellschaftssystem, in dem Freiheit zur leeren Formel wird.
Künstlerische Leitung: Amineh Arani und Björn Gabriel, Regie: Björn Gabriel, Regieassistenz: Kathi Rettich, Spiel: Amineh Arani, Anna Möbus, Katharina Speelmans, Lucas Rosenberg, Videoart & Sound: Jan van Putten, Produktion: Danae Hübner, Bühne: Björn Gabriel, Kostüm: Anna Marienfeld, Diversitätsbeauftragte: Ayse Kalmaz
Vorstellungen:
09.01.26 20 Uhr
10.01.26 20 Uhr
16.03.26 20 Uhr
21.03.26 20 Uhr
27.03.26 20 Uhr